Deutsche Männer holen Team Bronze bei 24-h EM in Albi

Die deutsche Ultralauf Mannschaft mit dem Lauftreffler Christof Kuehner hat am Wochenende bei den Europameisterschaften im südfranzösischen Albi einen Platz auf dem Podest erkämpfen können.

Europa 3Hinter den siegreichen Franzosen und den zweitplatzierten Briten konnten die deutschen Herren in einem herausragenden Schlussspurt in den letzten drei Stunden das Team aus Dänemark noch überholen, das schon auf über 10km enteilt war. Nach 24 Stunden konnten dann Stu Thoms (LG Nord Berlin) , Hilmar Langpeter (TV Rot am See) und Christof Kuehner einen Vorsprung von 2,1 km ins Ziel retten.

Ob es für den Medaillen Platz gereicht hatte, war aber lange nicht klar. Die Anzahl der gelaufenen Runden je Nation war identisch und es kam auf die Restmetervermessung an.

Am Samstag um 10:00 Uhr morgens bei noch sehr frischen Temperaturen wurden die knapp 170 Teilnehmer auf den 1,1 km langen Rundkurs rund um und durch das Rugby Stadion von Albi geschickt.

Für das deutsche Team verlief das Rennen alles andere als optimal. Für die Team Wertung werden die erzielten Weiten der drei besten Starter jeder Nation addiert. Wegen eines sehr kurzfristigen Ausfalls eines Athleten konnte das deutsche Team nur fünf Starter aufbieten, da auch die Frist für die Nachnominierung verstrichen war. Während des Rennens sind dann auch noch mit Guenter Marhold (TV Wolfratshausen) und Benjamin Brade (LG Nord Berlin) weitere zwei Läufer mit Schwierigkeiten deutlich zurückgefallen.

Christof lag nach 18 Stunden mit mehr als 185 km voll im Plan als auch ihn erst Magen- und dann Kreislaufprobleme erwischten, die schließlich nach mehr als 19 Stunden in eine längere Zwangspause mündeten.

Stu und Hilmar liefen weiter ihr Rennen, es kam dann für das Team letztlich auf einen Versuch an und Christof wurde wieder auf die Strecke gestellt, wo er nach zwei Gehrunden und vorsichtigen Ess- und Trinkversuchen dann tatsächlich wieder ins Laufen kam. 231,7 km standen für ihn am Schluss zu Buche, 236,7 km für Hilmar Langpeter und beeindruckende 251,6 km für Stu Thoms.

Entsprechend groß war dann die Freude bei der Siegerehrung, dass diese Energieleistung noch belohnt wurde.

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